Typische
Anwendungen für Mediakonverter
Untenehmensnetzwerke Backbone-Einsätze Campus-Einsätze Horizontale Einsätze Metropolitan Area Networks (MAN) Serviceprovider-Anwendungen Beispiele für Kostenersparnisse
Computernetzwerke
haben sich zu einer unersetzbaren Ressource
für Unternehmen weltweit entwickelt.
Diese komplexen Systeme aus Kabeln, Steckern,
Patchpaneln, Switchs, Routern und Servern
bieten den Grundstock für die Kommunikation
unserer globalen Wirtschaft. Viele Unternehmen
betrachten ihre Netzwerke als stategischen
Vorteil in Bezug auf die Konkurrenz und konzentrieren
sich auf ständige Verbesserungen der
Netzwerkperformance.
Während
Netzwerkmanager sich nach der neusten Ausrüstung
und den schnellsten Geschwindigkeiten sehnen
weisen Budgetbeschränkungen Grenzen auf
und führen zu weniger homogene Netzwerken.
Es ist unvermeidlich, dass Netzwerkadminstratoren
sich mit einer Vielzahl an Protokollen, Geschwindigkeiten
und Medien in den Netzwerken zufrieden geben
müssen. Die Technologie der Mediakonversion
wurde entwickelt, um diese Probleme zu lösen.
Sie hat sich von einer Lückenbüßer-Technologie
zu einer Technologie entwickelt, die Netzwerkadminstratoren
neue Auswahlmöglichkeiten zum kostengünstigen
Bereitstellen von Glasfaser im Netzwerk bietet.
Einfach
ausgedrückt ermöglicht die Konversiontechnologie
die Verbindung verschiedener Medientypen (Verkabelung)
in Netzwerken, in denen die Verkabelung nicht
homogen ist. Häufig werden Mediakonverter
eingesetzt, wenn UTP-Kupferverkabelung (Un-shielded
Twisted Pair) und Glasfaser in einem Netzwerk
nebeneinander eingesetzt werden. Weniger häufig
werden Mediakonverter auch eingesetzt, wenn
veraltete Verkabelungsarten wie Coaxial- oder
Twinaxial-Kabel mit UTP-Verkabelung oder Glasfaser
integriert werden müssen. Konverter sind
in einer Vielzahl an Formfaktoren lieferbar
(Stand-Alone, Multiport und modulare Chassis).
Diese verschiedenen Gehäuse sind für
die verschiedenen vorhandenen Anwendungen
ausgelegt.
| | | Stand-Alone | Multiport | Modular Chassis |
Mediakonverter
sind protokollspezifisch, d.h. Sie benötigen
einen Ethernet Konverter, um 10BASE-T nach
10BASE-FL zu konvertieren. Außerdem
konvertieren Mediakonverter keine Protokolle
wie Token Ring nach Ethernet. Mediakonverter
sind jedoch für eine breite Palette an
Protokollen einschließlich Ethernet,
Fast Ethernet, Gigabit Ethernet, Token Ring,
T1, DS3, RS232, RS485, V.35, X.21, analoge
Telefonleitungen, Video und viele mehr verfügbar.
In diesem Artikel wird an Hand von Beispielen
beschrieben, wie Mediekonverter in einer Vielzahl
an Netzwerken verwendet werden und wie der
Einsatz von Mediakonvertern eine kostengünstige
Lösung darstellen kann.
Unternehmensnetzwerke gibt es in vielen Größen
und Konfigurationen. Einige Netzwerke umfassen
große Standorte in mehreren Gebäuden
und andere sind kleine flache Netzwerke. In
diesem Abschnitt werden diese verschiedenen
Netzwerklayouts und die Art und Weise untersucht,
wie Mediakonversion eingesetzt werden kann,
um Geld zu sparen.
Ein
LAN (Local Area Network) wird im Allgemeinen
als Zusammenschaltung mehrerer Geräte
wie Server, PCs, Drucker usw auf einem beschränkten
geografischen Gebiet (häufig in einem
Gebäude) definiert. LANs können
verschiedene Größen aufweisen:
von weniger als fünf Benutzer (Peer-to-Peer-Netzwerk)
bis zu einigen Hundert oder Tausend Benutzern
(Client-/Server-Netzwerk). Wenn Netzwerke
sich ausbreiten, befinden sich Benutzer außerhalb
der Reichweite von Kupferkabeln. Netzwerkmanager
müssen weitere Kommunikationseinrichtungen
in der Nähe der neuen Benutzer hinzufügen
und Glasfaser zum Hauptkabelschrank oder Schreibtisch
oder zur Arbeitsgruppe legen. Der Netzwerkmanager
muss entweder einen neuen Switch oder Blade
mit Glasfaseranschlüssen kaufen oder
vorhandene Ausrüstung mit Kupferports
verwenden und Mediakonverter einsetzen.
Der
Netzwerkmanager verfügt ggf. über
vorhandene Ports auf einem Kupferswitch, der
mit einem Mediakonverter zu Datenübertragung
zum Benutzer verwendet werden kann. Ein Multimode
100Mbps Konverter kostet weniger als $200.
Außerdem sind 10/100-Switchs überall
erhältlich und können (abhängig
vom Hersteller und den integrierten Funktionen)
sehr kostengünstig sein. Die Portdichte
ist für kupferbasierte Switchs sehr viel
höher und die Kosten beträchtlich
niedriger. Ein 10/100-Switch kostet einige
hundert Dollar während ein 100Mbps-Glasfaserswitch
einige tausend Dollar kostet. Es ist also
offensichtlich, wo Mediakonverter eingesetzt
werden können, um Kosten zu sparen wenn
einige Bentuzer über Glasfaser verbunden
werden müssen.
In
kleineren Netzwerken ist Glasfaser häufig
nicht nötig. In einigen Fällen kann
es jedoch vorkommen, dass Glasfaser benötigt
wird. Die Entfernung zwischen dem Demarkationspunkt
(die Stelle, an der die Kabel in das Gebäude
geführt werden) eines Serviceproviders
und dem Kabelschrank könnte zu groß
sein. Erhält ein kleines Unternehmen
beispielsweise Ethernet Service vom Internet
Serviceprovider, und der Demarkationspunkt
befindet sich auf der anderen Seite des Gebäudekomplexes,
können Stand-Alone 10BASE-T nach 10BASE-FL
Konverter Back-to-Back verwendet werden, um
die Datenverbindung zum Kabelschrank des Unternehmens
auf der anderen Seite des Gebäudekomplexes
zu erweitern.
Mit dem LAN-Backbone können Bereiche
des Netzwerks mit weniger Kapazität zu
Verbindungen mit höherer Kapazität
gebündelt werden, um den Durchsatz im
gesamten Netzwerk zu optimieren. In einem
Gebäude mit mehreren Stockwerken sind
beispielsweise Workstations und Drucker mit
einem kleinen 10Mbps-Hub für eine bestimmte
Arbeitsgruppe verbunden. Dieser Hub ist mit
einem 10/100-Dual-Speed-Switch im Schaltschrank
des Gebäudes verbunden, der wiederum
mit einem anderen Switch in der Hauptdatenzentrale
über einen Gigabit-Uplink-Port verbunden
ist. Die Verbindung zwischen diesen beiden
Switchs dient dazu, die vielen Benutzer mit
relativ niedriger Bandbreite am 10Mbps-Hub
zu einer 1000Mbps Verbindung mit hoher Bandbreite
mit dem Datenzenter für effizienten Zugriff
auf Server, Speichergeräte usw. zusammen
zu fassen, die von vielen Benutzern im Unternehmen
verwendet werden.
Mediakonverter
werden häufig in Backbone-Verbindungen
eingesetzt, um die Unterschide zwischen den
eingesetzten Mediatypen zu ermöglichen.
Oft werden Konverter verwendet, um die Zusammenschaltung
von Geräten wie Switchs und Servern mit
UTP-Kupferanschlüssen mit Multimode-Glasfaser
(im Allgemeinen in Netzwerk-Backbones zu finden)
zu ermöglichen. Multimode-Glasfaser bietet
sich für viele Netzwerk-Backbones an,
da es größere übertragungsentfernungen
als Kupfer bereitstellt (UTP-Kupferkabel ist
auf 100m beschränkt während Multmode-Glasfaser
ohne Repeater bis zu 2000m Reichweite aufweist).
Glasfaser kann Protokolle mit höhereren
Geschwindigkeiten unterstützen, die bereits
verfügbar sind und in Zukunft auch noch
eingesetzt werden können. Außerdem
ist Glasfaser nicht anfällig für
EMI (Electromagnetic Interference, elektromagnetische
Störungen) und Sicherheitsabweichungen
(kann nicht so einfach angezapft und entfernt
überwacht werden).
Die
häufigsten Anwendungen für Mediakonverter
in einem Netzwerk-Backbone sind zur Verbindung
von zwei Switchs oder einem Switch und einem
Server mit Kupferanschlüssen auf Multimode
Glasfaseranschlüssen (siehe Abb. 1).
Mittlere bis große Unternehmen können
die Vorteile nutzen, indem sie eine Chassis-basierte
Konversionlösung im Datenzenter und Stand-Alone
oder Remote-Mediakonverter mit Managementfunktion
bei Geräten wie Switchs und Hubs einsetzen,
die in verschiedenen Schaltschränken
untergebracht sein können. In den Fällen,
in denen mehr als ein Protokoll vorhanden
ist (beispielsweise Ethernet, ATM, TI/El usw.)
kann das modulare Konversions-Center mehrere
Prodokolle in einer Chassis unterstützen.
Diese Vermischung von Protokollen in einem
modularen System bietet Kostenersparnisse,
da Netzwerkmanager eine Plattform kaufen jedoch
Glasfaseranschüsse für verschiedene
Protokolle unterstützen können.
In Backbone-Anwendungen ist die Portdichte
nicht so hoch, und der Netzwerkmanager möchte
nicht in Ausrüstung mit mehreren Ports
investieren, wenn die meisten Ports nicht
benötigt werden.
Abb. 1: Point System - LAN Backbone 
Eine Campusumgebung ist eine typische Gruppe
an Gebäuden, die über ein erweitertes
LAN verbunden sind. Im Allgemeinen hat das
LAN einen zentralen Standort (Datenzenter),
der sich in einem der Gebäude befindet,
in dem gemeinsam genutzte Geräte wie
Server, Speichergeräte uws. untergebracht
sind. LAN-Verbindungen werden zwischen den
zentralen Gebäuden und Geräten wie
Switchs, PBXs und CSU/DSUs zu anderen Gebäuden
hergestellt. Für die Verbindung von Gebäuden
auf einem Campus werden fast ausschließlich
Glasfaserkabel verwendet. Glasfaser wird zur
Verbindung von Gebäuden in einer Campusumgebung
hauptsächlich auf Grund der Fähigkeit
verwendet, Datenübertragungen über
große Entfernungen zu ermöglichen,
und auf Grund der Widerstandsfähigkeit
den Elementen und EMI in Aussenanwendungen
gegenüber
(siehe Abb. 2).
Abb. 2: Campus-Umgebung 
Verbindungen
zwischen Gebäuden können als erweiterte
Backbone-Verbindungen in einem LAN angesehen
werden. Wie bei den bereits erwähnten
Backbone-Beispielen werden Mediakonverter
im Allgemeinen eingesetzt, um die Verbindung
zwischen Glasfaser und Kupferanschlüssen
auf Switchs usw. zu ermöglichen, die
sich an verschiedenen Standorten befinden.
Im Allgemeinen sind Campus-LANs relativ groß
(einige hundert oder sogar tausend Clients),
und sie müssen häufig mehrere Protokolle
unterstützen. Große Netzwerke mit
mehreren Standorten neigen auch dazu, eine
Art SNMP-Management für aktive Geräte
für effiziente Ressourcenzuordnung und
Fehlerbehebungsfähigkeiten über
einen zentralen Standort zu benötigen.
Die einzigartigen Anforderungen eines Campus-LANs
deuten auf modulare Chassis-Konversionplattformen
hin.
In dem oben genannten Beispiel sind entfernte
Geräte in entlegenen Gebäuden über
Glasfaser mit dem Datenzenter verbunden. Dabei
wird der Zusammenschluss verschiedener Kupfer-
und Glasfaseranschlüsse durch modulare
Konverterchassis an jedem der Standorte gewährleistet.
Mediakonversion kann durch die Fehlerbehebung
im Netzwerk und der Netzwerkkonfiguration
an entfernten Standorten weiterhin Kostenerparnisse
herbeiführen. Wenn Netzwerkmanager entfernte
Einrichtungen unterstützen müssen,
ist häufig niemand mit Netzwerkkenntnissen
vor Ort. Transition Networks bietet verschiedene
Produkte an, die es Netzwerkmanangern ermöglichen,
die entfernten Konverter sowie die Chassis-basierten
Produkte im Datenzenter zu verwalten. Mit
Produkten wie dem Management Aggregation Converter
für Fast Ethernet von Transition Networks
kann der Netzwerkadministrator nach Fehlern
suchen oder Einstellungen ändern, ohne
am entfernten Standort zu sein. Obwohl diese
Ersparnis nicht so handfest wie eine Einsparung
bei Hardware ist, ist eine Zeitersparnis bei
der Betrachtung der Gesamtkosten zum Betreiben
eines Netzwerks genauso wichtig.
In einer Campusumgebung können auch andere
Protokolle eingesetzt werden. TI/El-Verbindungen
vom Demarkationspunkt im Datenzenter können
auf andere Campusgebäude erweitert werden,
um Sprach- (PBX) oder Datenerweiterungen (CSU/DSU)
zu ermöglichen. Die entfernte Seite kann
auch verwaltet werden, da einige T1/E1-Konverter
über integrierte Fähigkeiten für
die entfernte Verwaltung verfügen. Protokolle,
die häufig in Campusumgebungen verwendet
werden (beispielsweise Ethernet, Fast Ethernet,
Gigabit Ethernet, ATM, DS-3 usw.) können
alle duch vorhandene Konversionsprodukte unterstützt
werden.
Der horizontale Bereich des Netzwerks ist
im Allgemeinen der Bereich, in dem Drucker
und Workstations mit einem bestimmten Netzwerk
verbunden sind. Ein gutes Beispiel hierfür
ist ein Gebäude mit mehreren Stockwerken,
in dem das Datenzenter sich im ersten Stock
befindet und mit den Schaltschränken
auf den oberen Stockwerken über eine
Backbone-Verbindung mit hoher Geschwindigkeit
verbunden ist. In jedem dieser Schaltschränke
befindet sich ein Switch. Switchports werden
entweder direkt mit den Geräten wie Workstations
oder mit Workgroup-Hubs verbunden, die wiederum
mit Workstations verbunden sind. Der Bereich
vom Switch im Schaltschrank zu den Geräten
auf einem bestimmten Stockwerk im Gebäude
wird als horizontaler Bereich des Netzwerks
bezeichnet. Kleinere Netzwerke können
"flache Netzwerke" sein, die keinen
Backbone zum Zusammenfassen der Bandbreite
benötigen. In kleineren Netzwerken wird
das gesamte Netzwerk überlicherweise
als horizontal angesehen.
Die Konversiontechnologie wird in horizontalen
Netzwerken verwenden, in denen Glasfaser zur
Erweiterung der Reichweite aus EMI-Gründen
oder in einigen Fällen aus Sicherheitsgründen
verwendet werden muss.
Ein Beispiel für eine Anwendung einer
Chassis-basierten Konversion in einem horizontalen
Netzwerk, um das Entfernungsproblem zu lösen,
wäre eine große Verteilungs- oder
Einzelhandelseinrichtung, in der Geräte
wie Workstations, Drucker, Scanner oder Registrierkassen
mehr als 100m vom Datenzenter entfernt sind.
Eine Mediakonverterchassis würde im Datenzenter
verwendet werden, um die Kupfer nach Glasfaser-Verbindung
zum Switch zu ermöglichen. Auf der entfernten
Seite würde ein Stand-Alone-Konverter
die Kupfer- und Glasfasermedien konvertieren.
(siehe Abb. 3)
Abb. 3: Point System - Verbindungen zwischen entfernten Geräten 
Es
gibt auch Fälle in einer großen
Fabrik, in denen Geräte verbunden werden
müssen, und die Verkabelung durch die
Fertigungseinrichtung laufen muss (siehe Abb.
4). Einige Fabrikumgebungen verfügen
über Ausrüstung, die beträchtliche
elektromagnetische Störungen verursacht.
Diese Störungen können Daten negativ
beeinflussen, die über Kupferkabel übertragen
werden. In diesen Fällen wird Glasfaser
in Bereichen verwendet, in denen EMI zu Problemen
führen kann (Glasfaser ist nicht anfällig
für EMI). Mediakonverter würden
an jedem Ende des Glasfaserkabels eingesetzt
werden, um die Verbindung mit Glasfaser nach
Kupferanschlüssen herzustellen. Eine
Chassis-basierte Konversionsplattform ist
sehr für Situationen geeignet, in denen
mehrere Kabel von Kupfer nach Glasfaser konvertiert
werden müssen. In Industrieumgebungen
können außerdem viele verschiedene
Protokolle vorhanden sein. Industrielle Automatisierungsausrüstung
verwendet alles von Ethernet über RS232/485/422
bis ARCNet für verschiedene Arbeitsgänge.
Mehrere Verbindungen sowie verschiedene Protokolle
können einfach durch Mediakonversionchassis
oder in einem Rack für Stand-Alone-Konverter
ermöglicht werden. Eine Chassis-Lösung
bietet die Option der entfernten SNMP-Verwaltung.
Dies kann in Industrieumgebungen wichtig sein,
in denen Geräte während des Fabrikbetriebs
oder auf Grund der Entfernungen oder Standorte
nicht ohne weiteres zugänglich sind.
Abb. 4: Point System - Industrielle oder POS-Anwendung

Die
Verwendung von Glasfaserverkabelung, um Geräte
in Netzwerken zu verbinden, in denen geheime
Informationen übertragen werden, wird
immer populärer. Subunternehmer der Regierung,
die an sehr geheimen Projekten arbeiten, sind
verpflichtet, alle Daten von einem Sicherheitsbereich
(rote Zone) über einen unsicheren Bereich
(blaue Zone) mit Hilfe von Glasfaserkabeln
zu übertragen und die Daten zu verschlüsseln.
Der Grund dafür ist offensichtlich: Glasfaser
gibt kein elektonisches Signal (strahlt Lichtimpulse
aus) ab, das entfernt überwacht oder
ohne Entdeckung angezapft werden könnte.
Stand-Alone Konverter oder Glasfaser-NICs
werden häufig für Workstations eingestzt
und werden mit einer Konverter Chassis im
Datenzenter oder Schaltschrank verbunden.
Noch nicht so populär, jedoch im Kommen,
ist Glasfaser bis zum Schreibtisch. Die Kosten
der Glasfaseranschlüsse und damit die
Kosten von Glasfaser bis zum Schreibtisch
werden immer noch von den meisten Käufern
als zu hoch und nicht nötig angesehen.
Es liegen jedoch dokumentierte Studien vor,
die gezeigt haben, dass Glasfaser zum Desktop
in Wirklichkeit eine kostengünstige,
langfristige Lösung ist (siehe Abb. 5).
Durch Glasfaserverbindungen sind die Schaltschränke
auf großen Strecken zwischen dem Datenzenter
und der Workstation überflüssig,
da eine Direktverbindung möglich ist.
Diese Studien behaupten, dass Glasfaser schließlich
auf Grund von Anforderungen in Bezug auf die
Bandbreite für jeden Desktop nötig
sein werden (Glasfaser kann übertragungen
mit hoher Bandbreite über große
Entfernungen bereitstellen). Es wird erwartet,
dass die Lebensdauer einer Glasfaser im Netzwerk
20 Jahre überschreitet während die
Kupferinfrastruktur nach diesen Studien nur
für die nächsten 5 bis 10 Jahre
eingesetzt werden kann. Konversiontechnologieprodukte
mit hoher Dichte bieten weitere Kostenersparnisse
und Vorteile für Glasfaser bis zum Schreibtisch.
Abb. 5: Point System - Glasfaser bis zum Schreibtisch

Der Ansturm, Singlemode-Glasfaser für
nahezu jede verfügbare Hauptleitung einzusetzen,
bedeutet, dass guter Zugriff auf Glasfaser
zwischen entfernten Standorten in den meisten
großen Städten besteht. Es wird
im Allgemeinen als "Dunkel-Glasfaser"
bezeichnet, und diese Glasfaserleitungen können
gemietet werden, um ein LAN (Local Area Network)
auf Reichweiten bis zu 80km effektiv zu erweitern
(siehe Abb. 6). Diese Verwandlung des LANs
von einem relativ eingeschränkten geografischen
Standort (in einem Gebäude oder auf einem
lokalen Campus) auf ein beträchtlich
größeres Gebiet wird als MAN (Metropolitan
Area Network) bezeichnet.
Abb. 6: MAN (Metropolitan Area Network) 
Das
MAN weist beträchtliche Vorteile im Vergleich
zur WAN-Alternative (Wide Area Network) auf.
MANs lassen die Kommunikation zwischen Netzwerkausrüstung
mit nativen Protokollen wie Fast Ethernet,
Gigabit Ethernet oder ATM zu. Im Gegensatz
dazu erfordern WANs die Konversion von nativen
LAN-Protokoll in ein Protokoll, das von einem
bestimmten Carrier/Serviceprovider bereitgestellt
wird. Das erfordert den Einsatz enes Netzwerkrouters,
um die Konversion zwischen verschiedenen Protokollen
abzuwickeln. Der bereitgestellte Service wird
überlicherweise teurer und außerdem
wird der Durchsatz verringert (100Mbps- oder
Gbps-Traffic muss über langsamere WAN-Protokolle
wie T1/E1 mit höchstens 2Mbps übertragen
werden).
Ein
weiterer Vorteil ist, dass MANs bessere Kontrolle
über die Endpunktverbindung bieten. In
einem MAN ist vollständige Kontrolle
über den Kommunikationsvorgang gewährleistet.
Dazu gehört die Fähigkeit, Diagnosevorgänge
selbst entfernt zu verwalten, zu überwachen
und durchzuführen. In einer WAN-Verbindung
müssen Sie sich auf den Serviceprovider
in Bezug auf Verwaltung und Wartung der Verbindung
zwischen Ihnen und Ihrem entfernten Büro
verlassen.
Mit
der Konversiontechnologie können übliche
native Netzwerkprotokolle über große
Entfernungen bereitgestellt werden, die die
meisten Großstadtbereiche abdecken.
Die zwei häufigsten Backbone-Netzwerkprotokolle
(Fast Ethernet und Gigabit Ethernet) können
bis zu 80km (65km bei Gigabit) übertragen
werden. Optionen für größere
Entfernungen stehen für T1 DS3, ATM und
andere bereit. Wieder ist die Chassis-basierte
Konversiontechnologie in der Lage, mehrere
Protokolle und verschiedene Anschlussarten
in einer einzigen modularen Chassis zu verwenden.
Serviceprovider sind Unternehmen, die Internetdienste
für Unternehmen anbieten oder Datenverbindungen
größerer Kapitalgesellschaften
mit Unternehmen an vielen verschiedenen Standorten
ermöglichen. Serviceprovider können
weitere Zertifizierungen wie Network Equipment
Building Systems (NEBS) oder FCC Class B anfordern.
Für dieses Marktsegment haben Mediekonverter
ihre Ausrüstung ausgelegt, um diese strengeren
Standards zu erfüllen.
FCC
Class B bezieht sich auf Emissionsanforderungen
in Nordamerika, und CISPR Class B ist die
internationale Entsprechung von FCC Class
B zur Installation elektronischer Geräte
in Wohngebieten (siehe Abb. 7). Viele Carrier
für aktive elektronsiche Geräte,
die an zentralen Bürostandorten installiert
werden, benötigen die Zertifizierung
nach NEBS Level 3.
Abb. 7: Datendienste: Glasfaser zu Gebäuden
mit mehreren Mietparteien / Glasfaser für
Privathaushalte (Fiber to the Home FTTH)

In
den vergangen Jahren hat sich der Zugriff
auf das Internet weltweit auf Millionen Haushalte
ausgebreitet. Mehr und mehr Benutzer greifen
auf das Internet zu und stellen höhere
Anforderungen an die Art des Inhalts, auf
den sie zugreifen möchten. Hinzu kommt,
dass sich die Anforderungen an die Bandbreite
auch geändert haben. Viele Benutzer,
denen der Internetzugriff über langsame
Modemverbindungen nicht mehr ausreicht, verlangen
Internetzugriff mit höheren Geschwindigkeiten.
Serviceprovider bieten verschiedene Lösungen
an, die Zugriffsgeschwindigkeiten der Kunden
mit Technologien wie DSL, VDSL und Kabelmodem
zu steigern. In letzter Zeit sind Serviceprovider
dazu übergegangen, bewährte LAN-Protokolle
wie Ethernet als eine Lösung für
den Kummer der Kunden mit der Bandbreite zu
betrachten.
Eine
häufige Verwendung der Konversiontechnologie
in einer Anwendung in Wohngebieten ist die
Aktivierung der Konversion von Kupfer nach
Glasfaser für eine Reichweitenerweiterung
vom zentralen Büro des Serviceproviders
zu Gebäuden mit mehreren Mietparteien.
Hochgeschindigkeitsdatendienste werden im
Keller dieser Gebäude über Glasfaser
bereitgestellt und über Kupferleitungen
an die Kunden in diesen Gebäuden verteilt.
Kunden sind dann in der Lage, Internetzugriff
mit 10Mbps Ethernetgeschwindigkeiten oder
schneller zu erzielen. Diese Geschwindigkeit
(im Gegensatz zu höchstens 2Mbps) ist
die höchste Geschwindigkeit, die von
den meisten Providern heutzutage angeboten
wird.
Chassis-basierte
Konversionssysteme werden sowohl auf Seiten
des Serviceproviders als auch auf Kundenseite
eingesetzt. Das modulare Design der Chassis
ermöglicht es dem Serviceprovider, einfach
Verbindungen hinzuzufügen sowie einfach
und kostengünstig zu modernisieren. Chassis-Produkte
sind auch dazu ausgelegt, wenig Platz einzunehmen,
der häufig auf beiden Seiten der Verbindung
begrenzt ist. Chassis-Produkte bieten entfernte
Verwaltungsfähigkeiten, die beträchtlich
die Kosten senken, da es weniger häufig
nötig ist, Techniker beim Kunden vor
Ort zu haben. Außerdem bieten Chassis-Produkte
redundante Spannungsversorgungsoptionen, die
die Kundenzufriedenheit steigern (weniger
Ausfallzeiten) und die Betriebskosten senken,
indem Serviceanfragen an entfernte Standorte
überflüssig sind.
Die oben gezeigten Beispiele veranschaulichen
den Bedarf, Glasfaser in Netzwerke zu integrieren.
In einigen Fällen wird das gesamte Netzwerkdesign
von Anfang an durchgeführt, und in anderen
Fällen wird Glasfaserkabel bei Bedarf
nach und nach hinzugefügt. Unabhängig
davon, wann Glasfaser implementiert wird,
stehen Netzwerkmanager vor dem Problem, Netzwerkgeräte
mit Glasfaseranschlüssen kaufen zu müssen.
Switchs und Router mit Glasfaseranschlüssen
für Netzwerke sind beträchtlich
teurer als dieselben Geräte mit Kupferports.
Dies liegt hauptsächlich an den höheren
Komponentenkosten und dem geringeren Produktionsumfang.
Diese Geräte stellen außerdem eine
Lösung mit geringerer Dichte als Geräte
mit Kupferports dar, obwohl optische Geräte
mit kleinen Formfaktoren in diesem Bereich
beträchtliche Verbesserungen gebracht
haben. Es ist für Netzwerkmanager kostengünstiger,
Switchs mit Kupferports mit Mediakonvertern
einzusetzen anstatt einen neuen Switch mit
Glasfaserports zu kaufen.
Dies wird an Hand einiger Beispiele veranschaulicht.
Beispiel 1
Ein Netzwerkmanager muss zwei neue Abteilungen
mit 24 Benutzern hinzufügen. Die neuen
Büros liegen außerhalb der Reichweite
von Kupferleitungen vom Schaltschrank, sodass
Glasfaser eingesetzt werden muss. In diesem
Beispiel werden zwei Optionen untersucht.
Die erste Möglichkeit ist die Verwendung
von zwei Cisco Catalyst 2912 Switchs mit 12
100Mbps FX Ports. Als zweite Möglichkeit
steht die Verwendung eines Cisco Catalyst
2950 Switch mit 24 10/100TX Ports und Transition
Networks Point System Chassis und 100Mbps
Konverter zur Verfügung.
Option 1
Cisco 2912, Modellnummer WS-C2912MF-XL, verfügt
über 12 100Mbps FX Ports und kostet $5516,75.
Zwei Cisco 2912 Geräte sind nötig,
um 24 Benutzer zu unterstützen. Dies
resultiert in Gesamtkosten von $11033,51 oder
$459,73 pro Port.
Option 2
Cisco 2950, Modellnummer WS-C2950-24,
verfügt über 24 100Mbps TX Ports
und kostet $762,84. Die 19 Slot Mediakonversionchassis
von Transition Networks, Modellnummer CPSMC1900-100,
kostet $406,55. Der Fast Ethernet Multimode-Mediakonverter
von Transition Networks, Modellnummer CFETF1013-105,
kostet $207,02.
Für
diese Option muss der Netzwerkmanager einen
Cisco 2950 Switch, zwei Transition Networks
19 Slot Chassis-Produkte und 24 Transition
Networks Fast Ethernet Konverter für
insgesamt $6.544,51 oder $272,69 pro Port
kaufen.
|
24 Benutzer
|
Kosten pro Port
|
Gesamtkosten
| |
Cisco
2912
|
$459.73
|
$11,033.51
| |
PS & Cisco
2950
|
$272.69
|
$6,544.51
| |
Ersparnis
|
41%
| |
Beispiel 2
Ein Serviceprovider bietet einen 100Mbps Service
für 48 Kunden in einem Gebäude mit
mehreren Stockwerken an. Da die Dienste homogen
sind, unersucht der Serviceprovider die Möglichkeit,
einen Konverter mit mehreren Ports einzusetzen.
Der Serviceprovider überträgt Daten
in den Keller des Gebäudes und verlegt
Glasfaser in jedes Stockwerk, um die Daten
bereitzustellen. Der Serviceprovider hat sich
für die Enterasys Smart Switch 2200 Serie
entschieden und muss zwischen einem 16 Port
100Mbps FX Switch oder dem 24 Port 100Mbps
10/100Mbps TX Switch in Verbijndung mit dem
12 Port 100Mbps Konverter von Transition Networks
wählen.
Option 1
Enterasys Smart Switch 2200 Serie, Modellnummer
2H258-17R, mit 16 100Mbps FX Ports. Damit
48 Benutzer unterstützt werden können,
muss der Serviceprovider drei Geräte
zum Gesamtpreis von $30.067,94 oder $626,42
pro Benutzer kaufen.
Option 2
Der Serviceprovider verwendet die Enterasys
Smart Switch 2200 Serie, Modellnummer 2H252-25R,
die über 24 10/100 TX Ports verfügt.
Diese Switchs werden dann mit einem 12 Port
100Mbps FX Mediakonverter von Transition Networks,
Modellnummer UFETF1013-120, eingesetzt. Für
die 48 Benutzer muss der Serviceprovider zwei
24 Port Switchs und vier 12 Port Mediakonverter
kaufen.
Die
Gesamtkosten für die beiden Switchs belaufen
sich auf $7.681,68 oder auf $160,04 pro Benutzer.
Die Gesamtkosten für vier Mediakonverter
betragen $11.477,68 oder $239,12 pro Benutzer.
Die Gesamtkosten für diese Lösung
liegen bei $19.159,36 oder $399,15 pro Benutzer.
In beiden Fällen wird ein Stand-Alone
Mediakonverter am Kundenstandort eingesetzt,
um die Konvertierung von Glasfaser nach Kupfer
zu ermöglichen. Da der Stand-Alone-Konverter
in beiden Szenarien für beide Optionen
verwendet wird, beeinflusst er die Kostenberechnung
nicht.
|
48
Benutzer
|
Kosten pro Port
|
Gesamtkosten
| |
Enterasys 16 FX
Port
|
$626.42
|
$30,067.94
| |
Media Conv &
24 TX Port
|
$399.15
|
$19,159.36
| |
Ersparnis
|
36%
| |
In
beiden gezeigten Beispielen wird jeder Posrt
der Glasfaserswitchs verwendet. Dieser optimale
Fall tritt nicht immer in tatsächlichen
Anwendungen auf, und während die Gesamtkosten
der Glasfaserswitchs sich nicht verändern
unterscheiden sich die Kosten pro Benutzer.
Bei der Verwendung einer Chassis-basierten
Lösung hat der Serviceprovider außerdem
die Kosten der Chassis, kann jedoch nach Bedarf
Mediakonverter hinzufügen. Dies bedeutet
nicht nur eine Kostenersparnis sondern auch
Flexibilität, wenn der Serviceprovider
eine Singlemode-Karte oder einen anderen Konverter
hinzufügen muss.
Ein
weiterer Vorteil von Mediakonvertern sind
die verschiedenen Reichweiten, die zur Verfügung
stehen. übliche Glasfaser-Blades verfügen
über Multimode-Optoelektronik. Benutzer
haben die Wahl zwischen einer breiten Palette
an Entfernungen, um die Reichweite des Netzwerks
in einigen Fällen bis auf 100km zu erweitern.
Mediakonverter
haben sich aus der eigentlichen Absicht, ein
oder zwei Glasfaserstränge zu einem Netzwerk
als schnelle Lösung für ein Problem
hinzuzufügen beträchtlich weiterentwickelt.
Heutzutage werden Mediakonverter in vielen
Formfaktoren angeboten, um die komplexen Bedürfnisse
der Netzwerkmanager zu befriedigen. Konversionsysteme
bieten heutzutage Management-Software, mit
der Netzwerkmanager die Systeme vollständig
überwachen und konfigurieren können.
Konverter können in vielen verschiedenen
Netzwerkanwendungen wie LANs, großen
Unternehmensnetzwerken und Serviceprovidernetzwerken
eingesetzt werden. Mediakonverter bieten nicht
nur einzigartige Lösungen für schwierige
Probleme sondern auch Flexibilität und
Kostenersparnisse beim Implementieren von
Glasfaser in das Netzwerk. Mediakonverter
sind Netzwerkhardware, die bei der Planung
Ihres Netzwerks in Betracht gezogen werden
sollte.
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